Schottische Hochlandrinder

Was einst als besonderes Geburtstagsgeschenk für Ria begann, bezeichnet jetzt einen eigenen „Schottischen Burger“ bei ihrer Tochter Sonja im Grand Café Kruller. Unsere schottischen Hochlandrinder laufen frei im Waldgelände „De Seintoren“ in Richtung Harskamp umher und ernähren sich von Gras und Heu: 100 % natürliche Nahrungsmittel, 100 % biologisch. Auf dem Gelände „De Seintoren“ befindet sich auch De Boshut [die Waldhütte]. Möchten Sie die schottischen Hochlandrinder selbst bewundern? Laufen Sie dann den „Harscamperpad“, einen 13 km langen Klompen-Pfad über Sandwege, vorbei an Ackerland, Alleen, alten Ackerböden, historischen Gebäuden und unseren schottischen Hochlandrindern.

Das Fleisch der schottischen Hochlandrinder ist bekannt für seinen aromatischen Geschmack und seine marmorierte Struktur. Vor 15 Jahren sind die ersten 2 schottischen Hochlandrinder zu unserer Familie gekommen. In all diesen Jahren wurde jedes Jahr ein Kalb geboren. Anschließend sind immer Rinder gegangen und gekommen. Es ist eigentlich um ein aus dem Ruder gelaufenes Hobby. Die Hochlandrinder laufen immer frei im Waldgebiet De Seintoren herum und haben sich auf natürliche Weise ernährt. Es werden keine Kälber geschlachtet. Die Rinder haben ein langes Leben gehabt. Und zu einem bestimmten Zeitpunkt werden es zu viele. Wir hätten die Hochlandrinder normal zum Schlachter bringen können, aber wir haben uns etwas anderes überlegt. Die Hochlandrinder wurden zu einem ausgewählten Schlachter gebracht. Nach unzähligen Tests und Versuchen haben wir eine schöne Mahlung gefunden und sind stolz auf unseren „Schottischen Burger.“
Und … Sie dürfen sich fragen, warum sich jemand zu seinem Geburtstag eine Kuh wünscht. „Eine Hobby-Kuh ist schön, keine Milchkuh, aber ein schönes, imposantes Tier auf der Weide, das jedes Jahr ein Kalb zur Welt bringt.“

Barneveldse Krant (27. Juni 2015)
OTTERLO – Alles begann als ein spielerisches Geburtstagsgeschenk. Vor fünfzehn Jahren bekam Ria Theunissen aus Otterlo zwei schottische Hochlandrinder zu ihrem Geburtstag, eine Färse und einen Bullen. Die Tiere grasten entlang der waldreichen Böden der Familie und jedes Jahr kam ein Kalb zur Welt. Nach all diesen Jahren wurde auch geschaut, ob sich das Fleisch für den Konsum eignete. Das stellte sich als Erfolg heraus. „Wir wollten etwas Originelles ausprobieren, das ist ein Zusammenfluss von Ideen.“

Robin Hazeleger

Das Auto fährt beherrscht eine Weide hinaus, die am Rande von Harskamp gelegen ist. „Hier stehen Sie im Moment nicht, wir werden im Wald nachsehen müssen“, so Ria Theunissen. Während Sie an den Waldrand neben der Weide fährt. Durch den Wald verläuft ein Klompen-Pfad und eine Gruppe Menschen erholt sich in der Waldhütte, die die Familie Theunissen auf ihrem Gelände vermietet.
Ria und ihre Tochter Sonja, Betreiberin, des Grand Café Hotel Kruller, steigen aus dem Auto aus. Ria öffnet den Kofferraum, um einen Eimer Zuckerwürfel herauszunehmen, bevor sie in den Wald läuft.
„Sie bekommen nicht oft Zuckerwürfel“, so Ria. „Sie konzentrieren sich rein auf die Vegetation des Waldbodens und auf das Heu, das wir beifüttern. Dieses Geräusch kennen sie nur zu gut.“
Sie raschelt mit dem Eimer Zuckerwürfel und einige hundert Meter im Wald tauchen drei große Gestalten auf. Ein blonder und zwei schwarze Bullen, die sich trotz ihrer imposanten Hörner bequem durch die Wälder manövrieren.
„Ich habe irgendwann einmal zwei zu meinem Geburtstag geschenkt bekommen. Es erschien mir schön, Kühe zu haben und das ist eine schöne Rasse. Sie benötigen keine Scheune. Am glücklichsten sind sie in den Wäldern, wo sie sich von der Vegetation ernähren. Diese haben wir auf unserem eigenen Grund und Boden, somit kümmern sich die Kühe auch um die Pflege. Alles sieht ordentlich aus, und es werden keine Gärtner benötigt.“
„Jedes Jahr bekamen wir ein Kalb. Diese wurden wir längst nicht alle los, somit haben wir mit ein paar Kälbern gehandelt. Inzwischen sind „unsere“ Hochlandrinder in der gesamten Niederlande verbreitet.“
Eine neue Initiative sorgte jedoch dafür, dass mehr Hochlandrinder kommen mussten.
„Wir haben hier in Harskamp drei. Zu Hause in Otterlo haben wir noch fünf.“
Die benötigt die Familie, denn inzwischen steht das Fleisch des Hochlandrinds auf der Speisekarte von Kruller. In der Form eines Hamburgers. Wie sind sie darauf gekommen, das Fleisch ihrer Kühe zu probieren?
„Es ist ein Trend, überall in der Niederlande Hamburger zu verkaufen“, erzählt Sonja Theunissen. „Die Idee hat uns bereits einige Zeit angesprochen und wir haben schon zu einem früheren Zeitpunkt mit dem Gericht experimentiert. Obwohl das gut ankam, hatten wir die Idee, dass wir uns noch steigern konnten. Wir wollten wirklich etwas einmaliges und besonderes. Es muss nicht nur Rindfleisch sein, uns geht es um einen reinen und natürlichen Geschmack. Ohne Verschnörkelungen und Firlefanz.“
„Zufällig hatten wir zu diesem Zeitpunkt eine Kuh zuviel und diese musste weg“, so Ria. „Diese haben wir zu einem speziellen Schlachter gebracht und in großen, vollständigen Teilen zum Restaurant bringen lassen. Wir waren neugierig darauf zu erfahren, ob das Fleisch für den Verzehr geeignet ist. Das war durchaus spannend, denn die Rinder wurden in erster Instanz nie für diesen Zweck gezüchtet.“
„Sie erwiesen sich als mehr als geeignet. Wir haben geschaut, was sich am besten aus diesem Fleisch machen lässt. So entstand die Idee für einen Hamburger. Das Fleisch hat einen sehr natürlichen, beinahe erdigen Geschmack. Dieser kommt durch die grobe Mahlung besonders zur Geltung. Die einzigen Geschmacksstoffe, die wir hinzufügen, sind Pfeffer und Salz. Die Tiere erhalten keine Medikamente. Natürlicheres Fleisch gibt es nicht.“
Es ist für Ria nicht schwer, „ihre“ Rinder für den Verzehr anzubieten.
„Damit habe ich keine großen Schwierigkeiten. Die Tiere haben hier jahrelang ein gutes Leben. Sie können ihr eigenes Ding machen. Wir verwenden auch alles von dem Tier. Wir lassen die Haut entfernen und das Fleisch wird dann in unserem Wildeintopf verarbeitet. Es ist einfach gutes und natürliches Fleisch und die Tiere sind glücklich.“